Preisverleihung am 23. September

Die Gewinner im Sinne der Artenvielfalt für das Gartenjahr 2018 stehen fest – prämiert wurden die besten zehn Gärten, deren Besitzerinnen und Besitzer sich über Sachpreise und eine Plakette für den Gartenzaun freuten. Den ersten Platz belegte Anne Ging aus Neuwiller-lès-Saverne. Weitere Preise gingen an Marlène Sontag aus Sarralbe, Didier Fischer aus Tiefenbach, Romain Barthélemy aus Ratzwiller, Gudrun Krüger aus Bundenthal, Linda und Francis Hamman aus Vilsberg, Étienne Perrin und Chloé Perez aus Frohmuhl, Alphonse Steiner aus Sturzelbronn, Françoise Tritschberger aus Reichshoffen sowie Petra Knoll aus Lambrecht.

Preisträger und Jurymitglieder des diesjährigen Wettbewerbs im Projekt „Gärten für die Artenvielfalt“, vorne in der Mitte die Gewinnerin Anne Ging (Foto: BR/frei)

Der Wettbewerb soll Gartenbesitzer darauf aufmerksam machen, wie viel Potential der eigene Garten für die Artenvielfalt birgt, und dazu ermutigen, sich dafür zu engagieren, diese hier zu fördern. Die Bewerberinnen und Bewerber wurden zunächst von einem Fachmann besucht, der bei einer genauen Sichtung die vorhandenen Biotope und die Wirtschaftsweise im Garten eingeschätzt und Listen der gesichteten Pflanzen- und Tierarten angelegt hat. Aus den hinsichtlich der Biodiversität zehn interessantesten Gärten in der Pfalz und in den Nordvogesen wählte eine siebenköpfige Fachjury dann den Gewinner-Garten. Die Preisverleihung, an der über 60 deutsche und französische Gäste teilgenommen haben, fand im Garten der Familie Schauer im nordelsässischen Wingen statt; sie hatten im vergangenen Jahr den ersten Preis gewonnen.

 

 

 

Bildunterschrift:

Preisträger und Jurymitglieder des diesjährigen Wettbewerbs im Projekt „Gärten für die Artenvielfalt“, vorne in der Mitte die Gewinnerin Anne Ging  (Foto: BR/frei)

 

Gewinner im Sinne der Artenvielfalt

Preisverleihung mit Rahmenprogramm im Projekt „Gärten für die Artenvielfalt“ des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen

 

„Gärten für die Artenvielfalt – Jardiner pour la biodiversité“ ist der Name eines grenzüberschreitenden Projekts, das auf der französischen und deutschen Seite des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen stattfindet. Als Teil des Projekts lief in diesem Jahr schon zum zweiten Mal ein großer grenzüberschreitender Wettbewerb für Hobbygärtner. Die Preisverleihung zum Wettbewerb mit Rahmenprogramm findet am Sonntag, 23. September, um 14 Uhr im elsässischen Wingen bei Lembach statt, und zwar im Gewinner-Garten des Jahres 2017 bei Familie Schauer in der rue de la montagne 3.

 

Um 14.30 Uhr führen Johannes und Ursula Schauer durch ihren artenreichen Garten. Ab 15 Uhr bietet Melanie Grabner von „lilatomate“ einen Workshop rund um Tomatenvielfalt an. Mit Susanne Maurer vom Verein „NaturGestalten im Wasgau“ geht es zur gleichen Zeit darum, wie man Pflanzenfarben gewinnen kann. Nebenbei läuft eine Kräuterausstellung. Um 16 Uhr werden die Gärten vorgestellt, die es beim diesjährigen Wettbewerb unter die besten zehn geschafft haben, und die Gewinnerin beziehungsweise der Gewinner geehrt. Danach klingt die Veranstaltung bei einem gemeinsamen Umtrunk aus.

 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs wurden von einem Experten besucht, der Empfehlungen gab, um die Artenvielfalt im eigenen Garten zu verbessern, und die Gärten zum Beispiel hinsichtlich der vorhandenen Biotope wie Wiesen, Hecken, Nist- und Unterschlupfmöglichkeiten für Tiere beurteilt hat. Auch die Wirtschaftsweise im Garten, etwa Bewässerung, Düngung und Schädlingsbekämpfung, wurden genau unter die Lupe genommen. Bei den Besichtigungen wurden Listen über die wichtigsten gesichteten Tier- und Pflanzenarten erstellt; so konnten auch gefährdete Arten, wie etwa die Blaufügelige Ödlandschrecke, verzeichnet werden. Aus den hinsichtlich der Biodiversität zehn interessantesten Gärten in der Pfalz und in den Nordvogesen wählte eine deutsch-französische Fachjury kürzlich dann einen Gewinner-Garten.

 

Das Projekt „Gärten für die Artenvielfalt“ möchte die Bewohnerinnen und Bewohner des Biosphärenreservats für die Artenvielfalt im Alltag sensibilisieren und das ökologische Handeln sanft und nachhaltig in den unbebauten Flächen von Städten und Dörfern entwickeln. Zu diesem Zweck werden zahlreiche Veranstaltungen zu verschiedenen Gartenthemen sowie Pflanzaktionen an Schulen diesseits und jenseits der deutsch-französischen Grenze wie auch der Hobbygärtner-Wettbewerb angeboten.

 

Im Rahmen der Aktivitäten zur UN-Dekade Biologische Vielfalt, die von den Vereinten Nationen für den Zeitraum von 2011 bis 2020 ausgerufen wurde, erhielt „Gärten für die Artenvielfalt“ die Auszeichnung als UN-Dekade-Projekt. Das Projekt „Gärten für die Artenvielfalt“ wird durch das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz sowie mit Mitteln aus dem Interreg V A-Projekt „NOE / NOAH“ gefördert.

 

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